(Un)vergängliche Orte

Jüdische Friedhöfe im Kontext der Erinnerungskultur – eine virtuelle Zeitreise

Gemeinsam erforschten Jugendliche aus Berlin und Fürstenwalde die Geschichte des jüdischen Friedhofs in Fürstenwalde, der während der Novemberpogrome 1938 verwüstet wurde.

Vor Ort dokumentierten sie den Friedhof fotografisch, recherchierten erste historische Quellen und beschäftigten sich mit den Biografien der dort bestatteten Menschen. Gemeinsam mit einem Tonexperten und Journalisten erarbeiteten sie Texte für einen Podcast, der die Geschichte des Friedhofs und seiner ehemaligen Gemeinde hörbar macht.

Aus der historischen Spurensuche entsteht ein digitaler Erinnerungsort. Im Folgejahr soll der Friedhof virtuell rekonstruiert werden. Die digitale Darstellung wird Einblicke in jüdische Traditionen und Bestattungsrituale eröffnen und die Lebensgeschichten ehemaliger Mitglieder der Fürstenwalder jüdischen Gemeinde zugänglich machen.

So verbindet das Projekt historische Recherche, biografische Arbeit und moderne Formen der Geschichtsvermittlung. Es trägt dazu bei, die Erinnerung an jüdisches Leben in Fürstenwalde für heutige und künftige Generationen zu bewahren.

Projektpartner

Katholisches Schulzentrum Bernhardinum Fürstenwalde, Robert-Jungk-Oberschule Berlin und Museum Fürstenwalde.

Förderung

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, der EWE-Stiftung und der EthikBank.

Fotos: Jessica Hodgkiss und Gregor Kult