Vor nunmehr 80 Jahren ermordete ein SS-Kommando in einem geplanten Massaker in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 1945 über 800 Inhaftierte des Zuchthauses Sonnenburg. Sonnenburg, heute das polnische Słońsk, liegt unweit der …

Unvergessen. Das Massaker von Sonnenburg: Gedenkaktion zum 80. Jahrestag

Unser Workshop: „Unvergesssen. Das Massaker von Sonnenburg. Eine deutsch-polnische Gedenkaktion zum 80. Jahrestag“ fand erfolgreich vom 29.-31. Januar 2025 in Słońsk statt.

Vor nunmehr 80 Jahren ermordete ein SS-Kommando in einem geplanten Massaker in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 1945 über 800 Inhaftierte des Zuchthauses Sonnenburg. Sonnenburg, heute das polnische Słońsk, liegt unweit der deutsch-polnischen Grenze und etwa 100km von Berlin entfernt. Hier befassten wir uns mit Jugendlichen aus Deutschland und Polen mit der Geschichte des Ortes und seiner Rolle in der Zeit von 1933-1945. Eindrücke und gewonnene Kenntnisse verarbeiteten die Jugendlichen in Teams unter Anleitung eines Experten zu einem Legefilm. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgte auf der Gedenkveranstaltung am 31. Januar 2025.

Gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Carl-Hans Graf von Hardenberg-Stiftung sowie der Sanddorf-Stiftung.

Gedenkfeier in Słońsk

Am 80. Jahrestag des Massakers an den Häftlingen des Zuchthauses und Konzentrationslagers Sonnenburg fand in Słońsk eine gemeinsame Gedenkfeier statt.

Die Veranstaltung begann mit einem Gottesdienst, gefolgt von einer Zeremonie am Denkmal beim Museum der Märtyrer. Vertreter aus Polen, Deutschland und Luxemburg hielten Redebeiträge, u. a. der Bürgermeister von Słońsk, Janusz Krzyśków, und der luxemburgische Botschafter Paul Schmit. Ein Höhepunkt war die feierliche Enthüllung des „Vektors der Erinnerung“, Teil der Gedenkroute Liberation Route Europe.

Mit militärischen Ehren, Kranzniederlegungen und dem Verlesen des Gedenkaufrufs wurde der Opfer gedacht. Im Anschluss besuchten die Teilnehmenden das Museum sowie den Kriegsgefangenenfriedhof, wo Blumen und Kerzen niedergelegt wurden.

Der Tag endete mit einem Begegnungstreffen im Dorfgemeinschaftshaus in Przyborów. Ziel der Initiative war es, an die Opfer zu erinnern, Wissen über die Geschichte von Sonnenburg zu vertiefen und die Verständigung zwischen der polnischen und deutschen Gemeinschaft zu stärken.

Das Projekt wurde gemeinsam vom Verein Kulturerben und der Gemeinde Słońsk durchgeführt und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms INTERREG VI A sowie durch den Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA gefördert.

Ein Projekt im Rahmen der langjährigen Partnerschaft mit der Gemeinde Słońsk. Teilnehmende Schulen: die Robert-Jungk-Oberschule Berlin, das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium Berlin, das Katholische Schulzentrum Bernhardinum und der Schule aus Kostrzyn nad Odrą.